
Nach dem Unfall · Fotos
Fotos richtig machen
Zehn Aufnahmen, die nach einem Unfall zählen: wo Sie stehen, was ins Bild gehört, und warum.
01Fotoplan
Wo stehen, was fotografieren?
Tippen Sie auf eine Nummer: Die Skizze zeigt, wo Sie stehen und wohin die Kamera zeigt, daneben steht, was ins Bild gehört.
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01Aufnahme 1 von 10 · Übersicht
Unfallstelle im Ganzen
- Was
- Beide Fahrzeuge so, wie sie stehen, mit Fahrbahn, Markierungen und Umgebung.
- Warum
- Zeigt die Endstellung und den Unfallort. Später lässt sich der Hergang daran nachvollziehen.
- Tipp
- Einige Schritte zurückgehen, damit alles ins Bild passt. Zuerst die Unfallstelle sichern. Wenn möglich, vor dem Wegfahren fotografieren, blockieren die Fahrzeuge die Straße oder droht Gefahr, geht die Sicherheit vor (bei geringfügigem Schaden schreibt die StVO sogar vor, beiseitezufahren).
02Aufnahme 2 von 10 · Unfallgegner
Das andere Fahrzeug
- Was
- Das gegnerische Fahrzeug von der Seite, in der Nähe das gut lesbare Kennzeichen.
- Warum
- Über das Kennzeichen lässt sich die Versicherung des Unfallgegners ermitteln.
- Tipp
- Kennzeichen gerade und scharf fotografieren, ohne Spiegelung.
03Aufnahme 3 von 10 · Front
Front Ihres Fahrzeugs
- Was
- Die Fahrzeugfront von vorn, ganz im Bild.
- Warum
- Dokumentiert den Gesamtzustand und zeigt, was schon vorher beschädigt war.
- Tipp
- Drei bis vier Schritte Abstand, Kamera etwa auf Höhe der Scheinwerfer.
04Aufnahme 4 von 10 · Heck
Heck Ihres Fahrzeugs
- Was
- Das Fahrzeugheck von hinten, ganz im Bild, mit Kennzeichen.
- Warum
- Vollständige Dokumentation aller vier Seiten, auch wenn dort scheinbar nichts beschädigt ist.
- Tipp
- Gleicher Abstand und gleiche Höhe wie bei der Front.
05Aufnahme 5 von 10 · Links
Fahrerseite
- Was
- Die komplette linke Fahrzeugseite im Querformat.
- Warum
- Zeigt Beschädigungen an Türen, Schwellern und Rädern und den Zustand von Lack und Reifen.
- Tipp
- Möglichst aus der Mitte des Fahrzeugs, Querformat.
06Aufnahme 6 von 10 · Rechts
Beifahrerseite
- Was
- Die komplette rechte Fahrzeugseite im Querformat.
- Warum
- Dasselbe wie links, die zweite Seite des Fahrzeugs vollständig belegen.
- Tipp
- Auch hier Querformat und genug Abstand.
07Aufnahme 7 von 10 · Schaden mittel
Schaden aus zwei Metern
- Was
- Die beschädigte Stelle samt Umgebung, sodass ihre Lage am Fahrzeug erkennbar ist.
- Warum
- Ordnet die Beschädigung dem Fahrzeug zu; die Nahaufnahme allein reicht dafür nicht.
- Tipp
- Etwa zwei Meter Abstand, Beschädigung mittig, kein Gegenlicht.
08Aufnahme 8 von 10 · Schaden nah
Schaden aus der Nähe
- Was
- Dellen, Kratzer, Risse und Verformungen im Detail, mit einem Maßstab daneben.
- Warum
- Macht Tiefe und Größe der Beschädigung sichtbar.
- Tipp
- Lineal, Maßband oder einen bekannten Gegenstand danebenhalten; aus zwei Winkeln fotografieren, ohne Blitz.
09Aufnahme 9 von 10 · Spuren
Spuren und Umgebung
- Was
- Bremsspuren, Trümmerteile, Kratzspuren auf der Fahrbahn, Verkehrszeichen, Ampeln, Sichtverhältnisse.
- Warum
- Hilft, den Unfallhergang zu rekonstruieren und die Verkehrssituation zu belegen.
- Tipp
- Wetter und Straßenzustand mit ins Bild nehmen; Trümmerteile vor dem Aufräumen fotografieren.
10Aufnahme 10 von 10 · Kilometerstand
Kilometerstand
- Was
- Das Kombiinstrument bei eingeschalteter Zündung, Kilometerstand gut lesbar.
- Warum
- Der Kilometerstand fließt in die Fahrzeugbewertung ein.
- Tipp
- Zündung nur einschalten, wenn es sicher ist und das Fahrzeug fährt bzw. Strom hat.
Allgemeine Hinweise. Fotos ersetzen keine Besichtigung durch den Sachverständigen, sie helfen, den Zustand direkt nach dem Unfall zu belegen.
02Ihre Foto-Liste
Zehn Aufnahmen zum Abhaken
Haken Sie ab, was Sie schon fotografiert haben. Die Liste können Sie kopieren, teilen oder an die Schadenmeldung übergeben, die Fotoplätze dort sind dieselben zehn.
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03Maßstab-Tipp
Etwas zum Messen danebenlegen
Ein Lineal oder Maßband neben die Beschädigung legen: So sind Größe und Tiefe einer Delle oder eines Kratzers später eindeutig zu erkennen.
Auf Fotos von Sachverständigen sieht man dafür oft einen schwarz-weiß karierten Maßstab. Für Sie reicht ein Lineal, ein Maßband oder ein bekannter Gegenstand, zum Beispiel eine Münze oder ein Schlüssel.
Maßstab gerade neben die Stelle, nicht darüber
04Gute Unfallfotos
Sechs Tipps, die den Unterschied machen
Querformat
Das Handy quer halten: So passt mehr vom Fahrzeug und seiner Umgebung ins Bild.
Möglichst ohne Blitz
Der Blitz spiegelt im Lack und überstrahlt Kratzer. Bei Dunkelheit lieber je ein Foto mit und ohne Blitz.
Kein Gegenlicht
Sonne oder Scheinwerfer im Rücken, nicht vor der Linse, sonst sind Schäden kaum zu erkennen.
Auch Unbeschädigtes
Alle Seiten fotografieren, auch ohne sichtbaren Schaden. Das belegt den Gesamtzustand.
Originale behalten
Die Original-Dateien aufheben: nicht zuschneiden, keine Filter. Messenger verkleinern Fotos beim Senden oft.
Datum und Uhrzeit lassen
Aufnahmedatum und -uhrzeit stecken in der Bilddatei. Lassen Sie sie unverändert, sie belegen, wann fotografiert wurde.
Allgemeine Hinweise. Fotos ersetzen keine Besichtigung durch den Sachverständigen, sie helfen, den Zustand direkt nach dem Unfall zu belegen.
Allgemeine Information, ersetzt keine Rechtsberatung und kein Gutachten.

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Montag bis Sonntag, rund um die Uhr erreichbar. Bei unverschuldetem Unfall ist das Gutachten für Sie in der Regel kostenfrei.
